Das Bobby-Car, Made in GDR
Dieser Plaste-Kipper, W 50, Dumper (ca. 50 cm lang und 25 cm hoch und breit) war in der DDR ein beliebtes Spielzeug für kleine Jungs. [Ich hatte auch einen.]
Ob in der Sandkiste oder auf der Asphaltpiste, er war fast immer mit dabei.
Die Nachbarn “liebten” diesen “geräuscharmen” Plaste-LKW.
Mit seinen Hartplastik-Rädern machte er ordentlich Krawall.
Bei steilen Berg-Abfahrten mit diesem Vehikel kam es auf Grund fehlender Lenkung und Bremse nicht selten zu Hautabschürfungen an den zarten Gliedmaßen.
Die Genossin Minister für Volksbildung* der DDR, Margot Honecker feiert den "60. Jahrestag der DDR"
Dieses Youtube-Video zeigt die ehemalige DDR-Volksbildungsministerin Margot Honecker (82) in ihrem Exil in Santiago de Chile.
Nach dem Militärputsch in Chile, am 11. September 1973, (auch ein ELFTER September) haben tausende von Chilenen in der Deutschen Demokratischen Republik politisches Asyl gefunden. Eine Gruppe, der damaligen politischen Flüchtlinge hat zusammen mit Margot Honecker (82), welche seit 1992 in Chile lebt, den 60. Jahrestag der Gründung der DDR gefeiert.
Kommentar:
Für viele intellektuelle Chilenen war im Jahr 1973 die DDR ein sicherer Zufluchtsort, man kann den mit Margot Honecker feiernden Südamerikanern keinen Vorwurf machen. Sie sind dankbar, damals der Inhaftierung oder dem Tode entkommen zu sein.
Auf Margot Honecker trifft vielleicht folgendes Zitat von H. Heine zu: “Wir begreifen die Ruinen nicht eher, als bis wir selbst Ruinen sind.”
*
(Das grammatische Femininum für die Bezeichnungen von Dienststellungen
war in der DDR nicht nur unüblich, sondern sogar regelrecht
falsch. Margot Honecker war die “Genossin Minister” für Volksbildung.
Quelle: Thomas Wieke: DDR für Angeber. Bassermann Verlag)
Mysterium DDR-Würfel aus Hartplastik bei ebay

DDR Würfel aus Hartplastik transparent durchscheinend rot
Seit einiger Zeit werden bei ebay alte DDR Würfel zu Höchstpreisen versteigert. Dabei handelt es sich hauptsächlich um farbige, transparente Modelle.
Für einen Würfel mit einem Kantenmaß von ca. 3,4 cm zahlt man gerne mehr als 20 Euro. Hier ein Beispiel:
Noch bin ich nicht so ganz dahinter gestiegen, warum diese Würfel soviel wert sind. Vielleicht kann mich ja ein Leser dieses Artikels aufklären.
Werden solche Würfel nicht mehr produziert? Die versteigerten Würfel tragen noch nicht einmal einen Aufdruck “made in gdr” oder Sonstiges. Ein Echtheitsnachweis ist somit sehr schwierig. Wann tauchen die ersten Plagiate aus China auf?
Teilnehmerheft der Pionierrepublik
Ein Informationsheft für Eltern und Pioniere zur Vorbereitung auf den Aufenthalt in der Pionierrepublik. Das Dokument ist als HTML und als PDF-Version verfügbar. [zum Artikel]
Die Pionierrepublik Wilhelm Pieck
Die Pionierrepublik Wilhelm Pieck war das zentrale Pionierlager der Pionierorganisation Ernst Thälmann in der DDR.
Geschichte
Eine erste Pionierrepublik in der DDR wurde 1950 zum I. Deutschlandtreffen der Freien Deutschen Jugend in der Berliner Wuhlheide eingerichtet. Die dort gewonnenen Erfahrungen wurden für den Aufbau der Pionierrepublik Wilhelm Pieck in Altenhof am Werbellinsee genutzt, die sich in ihrer Gestaltung weitgehend am sowjetischen Allunions-Pionierlager Artek auf der Krim orientierte. Architekt der Gebäude war Richard Paulick, die Landschaftsgestaltung verantwortete Reinhold Lingner.
Am 16. Juli 1952 wurde das Pionierlager durch Wilhelm Pieck eingeweiht. In den folgenden Jahren wurden zahlreiche Erweiterungen und Umbauten vorgenommen, so dass das Lager 1989 eine Fläche von insgesamt 1,1 km² hatte. Zu den vielfältigen Einrichtungen auf dem Lagergelände gehörten unter anderem eine Kinderkrippe, eine Polytechnische Oberschule, Sporthallen, Cafés und eine mongolische Jurte.
Besucher
Die Gesamtzahl der Besucher der Pionierrepublik wird auf etwa 400.000 geschätzt. Jeweils etwa 1.000 Thälmann-Pioniere hielten sich hier gleichzeitig auf, sie wurden vom Freundschaftsrat der jeweiligen Schule dorthin delegiert, wobei normalerweise nur ein Schüler pro Schule teilnehmen durfte. Die Abordnung zum in der Regel sechswöchigen Aufenthalt galt als Auszeichnung.
Als Höhepunkt des Jahreslaufs wurden die „Internationalen Sommerlager“ gestaltet, die auch von Kindern aus anderen sozialistischen Staaten und aus ausländischen kommunistischen und sozialistischen Jugendorganisationen besucht wurden.
Während der Lagerdurchgänge außerhalb der Schulferien wurde den Teilnehmern auf dem Gelände der Pionierrepublik Schulunterricht erteilt.
In den zahlreichen sechswöchigen Lehrgängen für die aussichtsreichsten Pioniere fanden auch militärische Spiele, wie realitätsnahe Kampfmanöver, Nachtalarme, sowie Verdunklungsübungen statt.
Staatliche Unterstützung
Der Besuch der Pionierrepublik wurde staatlich stark subventioniert, 1988 lag der Zuschuss bei 40,– Mark der DDR pro Teilnehmertag. Darüber hinaus unterstützten zahlreiche Unternehmen und Einrichtungen das Lager als Partnerorganisationen, zu ihnen gehörten das PCK Schwedt, der VEB Fernsehelektronik Berlin, der VEB Schiffsarmaturen- und Leuchtenbau Finow, die FDJ-Grundorganisation “Albert Hößler” und das Jagdfliegergeschwader “Hermann Matern”.
Nachnutzung
Das Gelände wurde nach 1989 privatisiert. Es wird unter anderem für Kinder- und Jugendfreizeiten, Trainingscamps, Ferienlager und Familienurlaube genutzt, der Name wurde in Europäische Jugenderholungs- und Begegnungsstätte Werbellinsee GmbH geändert. Das Gelände steht mit fast allen Gebäuden unter Denkmalschutz.
Weblinks
* Homepage der EJB Werbellinsee mit umfangreicher Chronologie
GPS Koordinaten: 52° 55′ 31″ n. Br., 13° 43′ 35″ ö. L.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Pionierrepublik_Wilhelm_Pieck
Stand November/2008





